Moratorium jetzt: Nicht verkaufen, nicht kaufen! Pastorale Funktion von Rundkapelle und Schlösschen

Die Bürgerinitiative „Rettet den Rundkapellenplatz“ fordert ein sofortiges Moratorium für sämtliche Verkaufsgespräche bezüglich des Areals der historischen Rundkapelle Nürnberg-Altenfurt inklusive Schlösschen und Leonhard-Übler-Platz! Pfarrer und Kirchenverwaltung werden gebeten, zuzusagen, keinerlei verbindliche oder unverbindliche Gespräche mit Investoren oder Käufern zu führen. Potenzielle Käufer rufen wir dazu auf, von einem Erwerb Abstand zu nehmen und ihrerseits die Gespräche mit der Kirchenverwaltung abzubrechen! Wirtschaftliche Konzepte für die Sanierung des Schlösschens sind möglich, ohne dass Verkäufe auf dem Kapellenplatz erforderlich sind.

Wirtschaftliches Konzept

Der Verein „Freunde der Rundkapelle“ hat in den vergangenen Jahren gezeigt, was bürgerschaftliches Engagement leisten kann. Die Kapelle wurde saniert, ist in einem Top-Zustand, ohne dass dies die Kirchenstiftung 1 Cent gekostet hätte. Auch die Teilsanierung des Mesnerhauses haben allein die Freunde der Rundkapelle geschultert. Die Freunde der Rundkapelle sind bereit, weitere Kosten für Sanierung und Instandhaltungsmaßnahmen des historischen Schlösschens oder des Weihers zu übernehmen. 

Zutreffend ist, dass das Schlösschen mittelfristig Sanierungsbedarf hat. Über die Höhe der dafür zu veranschlagenden Kosten liegen derzeit keine validen Zahlen vor. Gemeinsam mit dem Unternehmertum in Nürnberg-Altenfurt, öffentlicher Unterstützung und dem Förderverein „Freunde der Rundkapelle“ lassen sich Konzepte für eine wirtschaftlich nachhaltige und stabile Zukunft des gesamten historischen Ensembles entwickeln. 

Dazu kommt die Möglichkeit der Verwertung anderer ungenutzter kircheneigener GrundstückeDie Verlagerung von Pfarrwohnung und Pfarrbüro ins Schlösschen nach einer Sanierung mit einer anschließenden Vermietung oder einem Verkauf der bisher sehr großzügigen Immobilien können ebenfalls eine Option sein. Die Bürgerinitiative ist bereit für einen offenen und transparenten Dialog mit Bistumsleitung, Pfarrer und Kirchenverwaltung

Historische Verantwortung

Der gesamte Kapellenplatz mit Schlösschen und Kapelle muss kirchliches Eigentum bleiben und so auch künftigen Generationen für pastorale Zwecke dienen können. Die heute Verantwortlichen haben kein Recht, das historische Areal aufzuspalten oder zu verkaufen. Es verstößt gegen die intergenerative Gerechtigkeit und gegen moralische Verpflichtungen der heute Lebenden, wenn das einmalige Ensemble nicht künftigen Gemeindemitgliedern in seiner Gesamtheit erhalten bleibt! 900 Jahre kirchliche Tradition verpflichten!

Die Bürgerinitiative “Rettet den Rundkapellenplatz” bedankt sich in diesem Zusammenhang für die Initiative von Landtagsvizepräsident Karl Freller und seinen offenen Brief an den Bischof von Eichstätt mit dem Aufruf zu einem runden Tisch. Der Vorstoß von Pfarrer und Kirchenverwaltung für einen Verkauf der Altenfurter Rundkapelle sowie des dazugehörigen Schlösschens ohne zuvor mit jahrzehntelang aufopferungsvoll arbeitenden Ehrenamtlichen und (finanziellen) Förderern zu sprechen, sorgt für Wut und Entsetzen über die Pfarrgemeinde hinaus. 

Pastorale Funktion

Pfarrer, Kirchenpfleger und Kirchenverwaltung hinterfragen den pastoralen Zweck des Kapellenplatzes in seiner Gesamtheit, insbesondere des Schlösschens. Diesen Angriff auf das historische Gesamtensemble weisen wir zurück! Wir fordern dazu auf, von dieser unsachlichen Darstellung der pastoralen Funktion des Kapellenplatzes endlich abzusehen! 

Der Rokoko-Saal im Schlösschen dient für Feiern von Taufen, die in der Rundkapelle gespendet wurden, für Zusammenkünfte, für Weihnachstkonzerte und vieles mehr, etwa bei Großveranstaltungen auf dem Kapellenplatz oder Pilgertreffen an einem Wallfahrtsort der besonderen Heiligenverehrung. Dem Schlösschen die pastorale Bedeutung abzusprechen, zeugt von erschreckender Unkenntnis über das Gemeindeleben und das öffentliche Leben in Altenfurt sowie von einer nicht nachvollziehbaren Verkürzung kirchlicher Pastoral.

Dazu kommt: Im Schlösschen befindliche Wohnungen bieten relativ günstigen Wohnraum im zuletzt von starken Immobilienpreis- und Mietsteigerungen betroffenen Nürnberger Südosten. Diakonie und Caritas gehören zur Kirche wie Gottesdienst und Gemeindeleben.

Der Leonhard-Übler-Platz ist benannt nach dem bis heute hochgeachteten Pfarrer, der das historische Gesamtensemble nach dem Krieg mit unermüdlicher Überzeugungsarbeit und dem Einwerben von Spenden nach 500 Jahren zurück in das Eigentum der Katholischen Kirche überführte. Sein Nachfolger Pfarrer Karl Schiele sicherte dieses Erbe. Wir bitten den heutigen Pfarrer Burkhard Lenz inständig, das Erbe seiner beiden großen Vorgänger anzunehmen. Er kann dabei auf Hilfe und Unterstützung aus seiner Gemeinde und dem Bürgertum zählen.

Rettet Euren Kapellenplatz!

Wir rufen unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, in den Verein “Freunde der Rundkapelle” einzutreten! Dies hilft dem historischen Gesamtensamble nicht nur finanziell, sondern ist jetzt auch ein Bekenntnis möglichst vieler Bürgerinnen und Bürgern aus Nürnberg und dem Nürnberger Land, aus Feucht, Moorenbrunn, Langwasser, Altenfurt, Fischbach und darüberhinaus! Mehr zum Verein findet sich hier: www.rundkapelle-altenfurt.de

Für eine gute Zukunft des Altenfurter Kapellenplatzes!

Dr. Stephan Balling,
Bürgerinitiative “Rettet den Rundkapellenplatz”, rundkapelle.news

Dr. Claus Schmid,
Bürgerinitiative “Rettet den Rundkapellenplatz”

Hans Grander,
Vorstand “Freunde der Rundkapelle”

FREUND WERDEN!

Zeichen setzen, Mitglied werden! Jetzt den Freunden der Rundkapelle beitreten! 

Hier gehts zum Antragsformular: http://www.rundkapelle-altenfurt.de/files/antrag-mitgliedschaft.pdf

Einfach runterladen, ausfüllen, unterschreiben und an die angegebene Adresse in der Altenfurter Straße schicken.

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