Kapellenplatz soll geteilt werden – Stadt Nürnberg will helfen

Der Altenfurter Kapellenplatz inklusive des Schlösschens soll künftig von einem gemeinnützigen Pächter außerhalb der Kirchenstiftung verwaltet werden. Die Kirchenverwaltung will das Areal weiterhin nicht in der Kirchenstiftung behalten. Allerdings will sie die Rundkapelle selbst auf jeden Fall in ihrem Eigentum behalten. So lautet der Informationsstand nach einem Treffen am Mittwochabend von Vertretern der Kirchenverwaltung und der Vereine „Altenfurter Boulevard“, „Freunde der Rundkapelle“, „Bürgerverein Südost“ und der Bürgerinitiative zur Rettung des Rundkapellenplatzes („Vierer-Gruppe“), an dem auch Stadtrat Dr. Klemens Gsell teilnahm.

In dieser Konstruktion würde das Eigentum des Kapellenplatzes (ohne Rundkapelle) an die Stadt Nürnberg fallen, die bestimmte Aufgaben wie die Pflege der Grünanlagen übernehmen könnte. Allerdings ist klar, dass die Stadt keine weiteren finanziellen Aufgaben wie die Sanierung des Schlösschens übernehmen würde. Diese Aufgabe müsste die neue Trägerorganisation übernehmen, die sich aus den Vereinen herausbilden soll und die auf die Unterstützung der Gemeindemitglieder und der Bürgerschaft setzen. Die Stadt würde diesem Plan zufolge das Areal für einen symbolischen Betrag verpachten. Entsprechende Gespräche mit der Stadt für solch ein Konzept sind aufgenommen und werden nun mit Blick auf die jüngsten Gespräche innerhalb der Pfarrgemeinde intensiviert.

Die Vertreter der vier Vereine arbeiten darüber hinaus weiterhin an einem Wirtschaftlichkeits- und Nutzungskonzept. Zwar sähen sie es lieber, wenn das gesamte Areal nicht geteilt würde, sondern als Gesamtheit in der Kirchenstiftung verbliebe, gegebenenfalls unter Hinzunahme weiterer Partner. Dies stößt aber auf Ablehnung der Kirchenverwaltung. Eine Teilung des Areals unter den genannten Bedingungen scheint allen Beteiligten als gangbarer Kompromiss, in dem für Altenfurt durchaus auch Vorteile gesehen werden. Allerdings macht insbesondere die Bürgerinitiative zur Bedingung für solch eine Lösung, dass der Kirchortsrat Altenfurt – das gewählte Gremium der Altenfurter Katholiken – dieser Lösung am Ende zustimmt. Noch im Juli soll ein weiteres Treffen von Kirchenverwaltung und der Vierer-Gruppe stattfinden. Für den September ist ein weiterer Runder Tisch geplant, an dem dann eine größere Gruppe von Stakeholdern geladen sein wird. 

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